Frankfurt, 23. Juli 2026 – Die Arbeiten für den unterirdischen Streckenausbau für die Verlängerung der U5 ins Europaviertel sind in vollem Gange, das heißt: Im Abschnitt zwischen dem Platz der Republik (Anschluss an die bestehende Strecke der U5) und der zukünftigen Station Güterplatz wird in den kommenden Monaten in beiden Tunnelröhren jeweils ein Schachtleerrohrsystem hergestellt; insgesamt sind es rund ein Kilometer. Durch das Rohrsystem laufen später die Versorgungsleitungen für den Betrieb der Stadtbahn und gleichzeitig dient es als Rettungssteg. Zudem wird in beiden Röhren die sogenannte Gleistragplatte gebaut, auf der dann die Gleise montiert werden.
Für diese Arbeiten in den Tunnelröhren sind umfangreiche Betonagen notwendig. Der dafür benötigte Beton wird mithilfe einer stationäre Betonpumpe auf Höhe der Düsseldorfer Straße 21 über den dort liegenden Notausstieg untertage gebracht. Die gesperrte Spur in der Düsseldorfer Straße im Bereich der Baustelle dient als Andienfläche, von der aus der Beton vom Betonmischer an die Pumpe übergeben wird. Der gesperrte Rechtsabbieger (in Richtung Hauptbahnhof) in der Mainzer Landstraße dient als Aufstellfläche für die Betonmischer. An Betonagetagen wird mit 8 bis 10 Fahrzeugen gerechnet.
Wie wirken sich die unterirdischen Arbeiten an der Oberfläche aus?
Aus diesem Grund kommt es ab dem 3. August 2026 im Bereich des Platzes der Republik bis Ende März 2027 wöchentlich an zwei Werktagen zu verkehrlichen Einschränkungen in Richtung Hauptbahnhof. Es werden die folgenden Spuren gesperrt:
- in der Mainzer Landstraße wird der Rechtsabbieger in Richtung Düsseldorfer Straße und Hauptbahnhof gesperrt; der rechtsabbiegende Verkehr wird über die Mittelspur geführt;
- in der Friedrich-Ebert-Anlage wird eine Geradeausfahrspur in Richtung Düsseldorfer Straße und Hauptbahnhof gesperrt, der Verkehr wird einspurig geführt;
- in der Düsseldorfer Straße wird der Verkehr in Richtung Hauptbahnhof im Bereich der Baustelle einspurig geführt.
Für Radfahrende und LKW wird jeweils eine entsprechende Umleitung in Richtung Hauptbahnhof ausgeschildert.
Das Projekt „Stadtbahn Europaviertel“
Das Projekt „Stadtbahn Europaviertel“ ist eines der größten Infrastrukturprojekte der Stadt Frankfurt am Main. Mit dem Großbauvorhaben wird die Stadtbahnlinie U5 über den Hauptbahnhof hinaus ins Europaviertel verlängert und dadurch eines der jüngsten Frankfurter Quartiere an das leistungsfähige öffentliche Nahverkehrsnetz der Stadt angebunden. Die Strecke mit 4 Stationen ist 2,7 Kilometer lang: Sie verläuft vom Anschlussbauwerk unter dem Platz der Republik durch die unterirdische Station „Güterplatz“ über eine Rampe an die Oberfläche und in der Mitte der Europa-Allee auf einem Grüngleis weiter Richtung Westen. Die Stationen „Emser Brücke/Messe“, „Europagarten“ und „Europaviertel West“ werden oberirdisch gebaut.
Auf dem Baufeld „Güterplatz“ entsteht gegenwärtig die einzige unterirdische Station in einer der tiefsten Baugruben Frankfurts. In der Europa-Allee und im unterirdischen Streckenabschnitt laufen die Ausbauarbeiten. Bereits im Rohbau fertiggestellt sind die beiden Tunnelröhren zwischen Europa-Allee und Platz der Republik sowie im Bereich der Europa-Allee (zwischen Emser Brücke und Skyline Plaza) der Tunnel in offener Bauweise und die Rampe, über die die Stadtbahn später an die Oberfläche kommt, sowie ein Notausstieg am Platz der Republik.
Verantwortlich für Planung und Realisierung ist die SBEV – Stadtbahn Entwicklung und Verkehrsinfrastrukturprojekte Frankfurt GmbH, die zu 51 Prozent der Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH (VGF) und zu 49 Prozent der Stadt Frankfurt am Main gehört.
Presseinformation als PDF (PDF)
Pressekontakt
SBEV – Stadtbahn Entwicklung und Verkehrsinfrastrukturprojekte Frankfurt GmbH
Franziska Roth und Anna Holthaus
069 213-29850 | info(at)sbev-frankfurt.de | U5 Europaviertel | SBEV Frankfurt