Es tut sich was auf der Europa-Allee

Ein großer Meilenstein wurde mit der Auftragsvergabe Ende letzten Jahres erreicht. Die Vergabeeinheit Rohbau unterirdischer Streckenabschnitt umfasst das Tunnelbauwerk, den Rohbau der unterirdischen Station und den Tunnel in offener Bauweise einschließlich des Rampenbauwerks. Auch gehören die dafür notwenigen Verkehrssicherung- und Infrastrukturmaßnahmen zum Auftrag für den sich die Arbeitsgemeinschaft U5 Europaviertel, bestehend aus PORR Deutschland GmbH und Stump Spezialtiefbau GmbH, verantwortlich zeigt.


Mitte dieses Jahres werden die ersten sichtbaren Arbeiten starten: Bevor die Spezialtiefbauarbeiten beginnen können, werden im östlichen Bereich der Europa-Allee (Boulevard Ost) die Verkehrsflächen dauerhaft nach außen verlegt, die Grünflächen entfernt und die Gehwege auf drei Meter verschmälert. Auf Höhe der Stockholmer Straße wird dann die Startbaugrube für den Tunnelvortrieb erstellt. Diese hat eine Tiefe von circa 18 Metern. Die Wände der Baugrube werden mit dem Schlitzwandverfahren hergestellt. 2018 wird von dort dann die Tunnelvortriebsmaschine ihre Fahrt durch den Frankfurter Untergrund starten. Der Bereich bis zur Emser Brücke dient vorab als Lager- und Transportfläche, bevor dort dann, Ende 2019, der Tunnel und die Rampe in offener Bauweise errichtet werden.


Im Bereich der späteren Station Güterplatz werden ebenfalls die Wände der Baugrube errichtet. Erst nachdem beide Tunnelröhren aufgefahren sind, kann die Baugrube ausgehoben werden. Das Auffahren der beiden Tunnelröhren wird laut derzeitigem Plan etwa zwölf Monate dauern. Hinzu kommt die Dauer für das Montieren der gesamten Maschine, das Zurückziehen der Maschine aus der ersten Röhre und das Umsetzen der Maschine für die Herstellung der zweiten Röhre. Im Jahr 2020 beginnen dann die Baumaßnahmen für den oberirdischen Streckenabschnitt, einschließlich Ausbau des Tunnels unter dem Europagarten.

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